Ein Website-Relaunch ist mehr als ein neues Design. Sobald URLs, Navigation, Inhalte, Technik oder Tracking verändert werden, kann ein Relaunch bestehende Sichtbarkeit und Anfragen verbessern – oder ungewollt beschädigen. Deshalb sollte der Go-live nicht nur gestalterisch, sondern auch aus SEO-, Technik- und Conversion-Sicht vorbereitet werden.
Mit dieser Checkliste kannst du die wichtigsten Punkte strukturiert durchgehen und typische Relaunch-Fehler vermeiden.
1. Ziele des Relaunches klar definieren
Bevor Layouts und Seitenstrukturen entstehen, sollte feststehen, was sich geschäftlich verbessern soll. Typische Ziele sind mehr qualifizierte Anfragen, bessere Nutzerführung, schnellere Ladezeiten, bessere mobile Nutzung oder eine verständlichere Darstellung der Leistungen.
Ohne klare Ziele wird ein Relaunch schnell zu einem reinen Designprojekt. Sinnvoller ist es, messbare Ausgangswerte festzuhalten und nach dem Go-live zu vergleichen.
2. Bestehende URLs und Rankings sichern
Vor dem Umbau sollte eine vollständige Liste der bestehenden URLs erstellt werden. Seiten mit organischen Klicks, Backlinks oder Conversions benötigen besondere Aufmerksamkeit. Wenn sich URLs ändern, müssen alte Adressen sauber auf die jeweils passendste neue Seite weitergeleitet werden.
Pauschale Weiterleitungen aller alten URLs auf die Startseite sind keine gute Lösung. Jede wichtige alte URL sollte ein inhaltlich passendes Ziel erhalten.
3. Inhalte nicht versehentlich verschlechtern
Beim Redesign werden Texte häufig gekürzt, verschoben oder vollständig entfernt. Vorher sollte geprüft werden, welche Inhalte aktuell für relevante Suchanfragen ranken. Gute Inhalte können modernisiert und klarer strukturiert werden, sollten aber nicht ohne Grund verschwinden.
4. Überschriften und Seitenstruktur prüfen
Jede wichtige Seite sollte ein klares Hauptthema haben. Eine eindeutige H1, logisch aufgebaute H2- und H3-Überschriften sowie verständliche Abschnitte helfen Nutzern und Suchmaschinen gleichermaßen.
5. Performance vor dem Go-live testen
Neue Designs bringen häufig zusätzliche Skripte, Animationen, Fonts und Bilder mit. Deshalb sollte die Performance nicht erst nach Veröffentlichung geprüft werden. Unser Beitrag zu den Core Web Vitals zeigt, welche technischen Messwerte dabei besonders wichtig sind.
6. Mobile Nutzung separat kontrollieren
Eine Desktop-Abnahme reicht nicht. Navigation, Formulare, Buttons, Tabellen, Slider und eingebettete Inhalte sollten auf unterschiedlichen Bildschirmgrößen getestet werden. Besonders wichtig sind gut erreichbare Kontaktmöglichkeiten und lesbare Inhalte ohne unnötiges Zoomen.
7. Conversion-Wege erhalten oder verbessern
Ein Relaunch ist eine gute Gelegenheit, die Wege zur Anfrage zu vereinfachen. Welche Seiten führen zu Kontaktformularen? Sind Call-to-Actions sichtbar? Ist klar, was der nächste Schritt ist? Weitere praktische Hebel findest du in unserem Beitrag zur Conversion-Rate-Optimierung.
8. Formulare, Tracking und Consent testen
Vor dem Go-live sollten alle Formulare vollständig getestet werden. Dazu gehören Bestätigungsseiten, E-Mail-Zustellung, CRM-Übergaben und Conversion-Tracking. Auch Consent-Management und Tracking-Tags müssen nach strukturellen Änderungen erneut geprüft werden.
9. Meta-Daten und Canonicals kontrollieren
SEO-Titel, Meta Descriptions und Canonicals sollten zum finalen URL-Set passen. Entwicklungsseiten dürfen keine Canonicals oder Noindex-Einstellungen in die Live-Version vererben, die dort nicht gewünscht sind.
10. Nach dem Go-live aktiv überwachen
Nach Veröffentlichung sollten Statuscodes, Weiterleitungen, Indexierung, Search-Console-Daten und Conversions eng beobachtet werden. Fehler lassen sich in den ersten Tagen häufig schnell beheben, wenn sie früh auffallen.
Relaunch-Checkliste vor Veröffentlichung
- Alle wichtigen Alt-URLs erfasst und Weiterleitungen geplant
- Rankende Inhalte geprüft und sinnvoll übernommen
- H1/H2-Struktur kontrolliert
- Mobile Darstellung getestet
- Core Web Vitals und Ladezeiten geprüft
- Formulare und E-Mail-Zustellung getestet
- Tracking und Consent geprüft
- SEO-Titel, Meta Descriptions und Canonicals kontrolliert
- XML-Sitemap und interne Links aktualisiert
- Monitoring für die ersten Wochen vorbereitet
FAQ zum Website-Relaunch
Kann ein Relaunch Rankings kosten?
Ja, vor allem wenn relevante Inhalte, URLs oder interne Links ohne saubere Planung verändert werden. Mit einer strukturierten Migration lässt sich dieses Risiko deutlich reduzieren.
Müssen alle alten URLs bestehen bleiben?
Nein. Wenn sich die Struktur verbessert, können URLs geändert werden. Wichtig ist dann eine passende permanente Weiterleitung von der alten auf die neue Zielseite.
Wann sollte SEO in einen Relaunch eingebunden werden?
Am besten bereits bei Sitemap und Inhaltsplanung. SEO erst kurz vor Veröffentlichung zu prüfen, führt häufig zu unnötigen Nacharbeiten.
Fazit
Ein guter Relaunch verbindet Gestaltung, Technik, SEO und Conversion. Wenn du eine neue Website planst, findest du unter Website erstellen lassen weitere Informationen zu unserem Vorgehen.